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MINTU - MÄDCHEN IN DIE TU DORTMUND

2. MinTU Workshop – Spaghetti-Brücken und selbstgemachtes Eis aus flüssigem Stickstoff

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  • MinTU
Person rührt mit Holzlöffel in Schüssel, aus der Dampf aufsteigt, auf Tisch mit blauen Hitzeschutzhandschuhen und mehreren Personen im Hintergrund. © Atkaya​/​TU Dortmund
Am 16. Juli fand für die Mentees des Schülerinnenprojekts „MinTU – Mädchen in die TU Dortmund“ der zweite Workshoptag an der TU Dortmund statt.

Ein Bericht der Mentorin Abier Abbas

Am 16.07.2026 hatten wir unseren zweiten Workshop-Tag. Auf dem Plan standen die Fakultät Maschinenbau und die Fakultät Physik, um einen Einblick in diese zwei MINT-Fächer zu erhalten. Besonders interessant war dabei der Bereich Maschinenbau, da die Schülerinnen dieses Fach im Gegensatz zur Physik nicht aus der Schule kennen und sich vorher noch gar nichts darunter vorstellen konnten.

Workshop Maschinenbau

Zu Beginn wurde darüber gesprochen, wo einem dieses Fach im Alltag begegnet. Luft- und Raumfahrt war dabei ein besonders interessantes Teilgebiet für die Schülerinnen. Zum Zeitpunkt des Workshops war beispielsweise ein Flugzeugabsturz aktuell, der als Aufhänger dafür diente, zu thematisieren, warum Maschinen sicher konstruiert werden müssen und wie groß eigentlich die Verantwortung von Maschinenbauer*innen ist.

Nachdem die Schülerinnen verstanden hatten, worum es im Maschinenbau geht, begannen wir mit dem praktischen Teil unseres Besuchs. Die Schülerinnen wurden in drei Gruppen eingeteilt:

  • Die erste Gruppe hat sich mit der Stabilität einer einzelnen Spaghetti befasst. Sie haben mit Messinstrumenten herausgefunden, was eine einzelne Spaghetti aushalten kann.
  • Die zweite Gruppe hat sich mit der Stabilität einzelner Formen beschäftigt. Sie fanden dabei zum Beispiel heraus, dass ein Dreieck sehr stabil ist.
  • Die dritte Gruppe hat sich mit Brückendesigns auseinandergesetzt und dabei recherchiert, welche Brückendesigns stabil sind, aber gleichzeitig auch gut aussehen. 

Die Ergebnisse haben sie sich gegenseitig vorgestellt.

Im Anschluss gab es eine neue Aufgabe. Jede Gruppe hatte die Aufgabe, eine Brücke aus Spaghetti-Stäben zu konstruieren. Jede Brücke sollte im Anschluss drei Tests durchlaufen: ob ein Spielzeugauto durchfahren kann, wie schwer die Brücke ist und wie viel Gewicht sie aushalten kann, bevor sie kaputtgeht. Da die Schülerinnen so viel Kreativität und Arbeit in die Brücken gesteckt hatten, wurden viele der gebauten Brücken mit nach Hause genommen.

Workshop Physik

Nach einer Pause in der Mensa ging es bei bestem Sommerwetter weiter zur Fakultät Physik. Drinnen wurde es dann allerdings ziemlich kalt: Es ging um flüssigen Stickstoff, wo er eingesetzt wird und wozu man in der Forschung überhaupt so extreme Temperaturen braucht.

In der Physik ging es sofort mit einem Experiment los: Kann man mit einer Banane einen Nagel ins Holz klopfen? Natürlich war hier das Ergebnis eine zermatschte Banane, mit einem Nagel der kaum tiefer ging. Im Anschluss wurde die Banane für ein paar Sekunden in eine Box mit flüssigem Stickstoff gehalten. Danach war sie so hart, dass der Nagel mithilfe der Banane problemlos ins Holz geschlagen werden konnte. Dieser Moment sorgte für ziemlich große Augen und im Anschluss für jede Menge Fragen, die alle beantwortet wurden.

Danach durften die Mentees selbst ran. In Gruppen bekamen sie jeweils eine Box mit flüssigem Stickstoff und verschiedenen Materialien zum Ausprobieren: Haribo, Luftballons, Bananen und Rosen. Vor allem die Rose kam bei den Mentees gut an, aber eigentlich wurde bei jedem Versuch gestaunt. Auch ein Kugelschreiber oder ein Blatt Papier wurden von den Schülerinnen in die Box mit flüssigem Stickstoff gehalten.

Zum Schluss wartete noch eine Überraschung auf die Mentees. Aus Sahne und flüssigem Stickstoff durften die Schülerinnen ihr eigenes Eis herstellen und anschließend auch essen. Nach einem langen sonnigen Tag war das der perfekte Nachtisch und die Begeisterung war entsprechend riesig.


Das Mentoring-Programm MinTU - Mädchen in die TU Dortmund bietet Schülerinnen im Alter von 12 bis 14 Jahren die Möglichkeit, im Rahmen eines Mentoring-Programms MINT-Fakultäten der TU Dortmund kennen zu lernen. Die Mädchen werden für ein Jahr von einer Mentorin betreut, die selbst Studentin eines MINT-Studiengangs an der TU Dortmund ist und im persönlichen Austausch einen Einblick in ihr Fach und den Studienalltag gibt.