Gleichstellungsteam setzt sich mit dem Thema Intersektionalität auseinander
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Ausgangspunkt war die Auseinandersetzung mit zentralen theoretischen Perspektiven, insbesondere den Ansätzen von Kimberlé Crenshaw (1989) und Patricia Hill Collins (2000). Ziel war es, ein gemeinsames Verständnis dafür zu entwickeln, wie sich unterschiedliche Dimensionen sozialer Ungleichheit – etwa Geschlecht, Herkunft, soziale Lage und weitere Differenzkategorien – überschneiden und gegenseitig beeinflussen. Im Mittelpunkt stand zudem die Frage, welche Bedeutung eine intersektionale Perspektive für die Arbeit des Gleichstellungsteams selbst hat und wie sie dazu beitragen kann, Teilhabe, Gerechtigkeit und die Sichtbarkeit unterschiedlicher Lebensrealitäten innerhalb der TU Dortmund stärker in den Blick zu nehmen.
Das Gleichstellungsteam versteht diese Auseinandersetzung als einen fortlaufenden Lern- und Reflexionsprozess. Damit eröffnet sich ein kritischer Reflexions- und Diskussionsraum, der sich mit folgenden grundlegenden Fragestellungen beschäftigt: Warum reichen getrennte Betrachtungen von Geschlecht, Klasse etc. nicht aus? Wessen Perspektiven finden in organisationalen Strukturen und Entscheidungsprozessen Berücksichtigung? Wo werden Menschen unsichtbar gemacht und welche Ausschlüsse bestehen fort? Und welche Bedeutung hat dies für ein demokratisches Miteinander in der Organisation und darüber hinaus?
#Klargestellt Intersektionalität
Quellen
Crenshaw, K. (1989). Demarginalizing the Intersection of Race and Sex: A Black Feminist Critique of Antidiscrimination Doctrine. Feminist Theory and Antiracist Politics, University of Chicago Legal Forum, 1 (8).
Collins, P. H. (2000). Black Feminist Thought. Knowledge, Consciousness, and the Politics of Empowerment (2. Edition). New York/London: Routledge.