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Vorlesungsverzeichnis Gender und Diversität für das Sommersemester 2026 veröffentlicht

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  • Vorlesungsverzeichnis Gender und Diversität
Person mit langen Zöpfen, die ein gemustertes Kleid und bunte Perlenarmbänder trägt, steht hinter einem Mikrofon mit einem Wasserkaraffe und einem Glas davor. © Kelly Writers House CC 2.0
Für das kommende Sommersemester hat das Gleichstellungsbüro ein Vorlesungsverzeichnis mit Veranstaltungen zu den Themen Gender und Diversität erstellt. Insgesamt wurden 50 Veranstaltungen gemeldet, die sich im nächsten Semester mit Gender oder Diversität als Struktur- und Analysekategorien befassen. Die thematische Bandbreite ist dabei sehr vielfältig: Sie reicht von Geschlecht, Gender und Queer-Theorien über Migration und (Post)Kolonialismus bis hin zu Religion sowie Inklusion, Alter und Behinderung.

Auf der Titelseite: Nicole Dennis-Benn

Nicole Dennis-Benn ist eine mehrfach ausgezeichnete Autorin, die 1982 in Jamaika geboren wurde und als Jugendliche nach Brooklyn zog. Sie setzt sich in ihren Werken mit den Erfahrungen, die sie als Schwarze, working-class, lesbische Frau in beiden Ländern gemacht hat, auseinander.

So auch in ihrem zweiten Roman Patsy, der dieses Semester in einem Seminar der Kulturwissenschaften gelesen und auf seine postkolonialen Perspektiven hin analysiert wird.

Im Buch geht es um die alleinerziehende Mutter Patsy aus Jamaika, die ihre Tochter Tru dort zurücklassen muss, um in den USA mehr Geld für eine sicherere Zukunft für beide verdienen zu können. Dort sieht Patsy sich sowohl mit strukturellen Problemen wie den Erwartungen an sie als Mutter und undokumentierte Immigrantin als auch mit persönlichen Problemen konfrontiert, da sie auf eine Kindheitsfreundin trifft, für die sie Gefühle entwickelt. Parallel erzählt Patsy die Entwicklung von Tru, der als gender-nonconforming, working-class, Schwarzem Mädchen in Jamaika ebenfalls Steine in den Weg gelegt werden.

Dennis-Benn verhandelt im Roman die Beziehung zwischen beiden Figuren sowie eine Vielzahl an gesellschaftskritischen Themen wie antischwarzem Rassismus, Xenophobie gegenüber Immigrant*innen, Geschlechterrollen, Homophobie, Klassismus, innerfamiliäre Konflikte, das Konzept des „American Dreams“ und vieles mehr.

Wer nun Lust bekommen hat, den Roman Patsy zu lesen, oder sich generell für Postcolonial Studies und Gender Studies interessiert, sollte sich das Seminar Reflecting on Colonial Legacies: A Brief Survey of Colonial Literatures and Cultures nicht entgehen lassen. Ähnliche Themen werden auch im Seminar Race, Power, and Exclusion in the United States: A History of Racism thematisiert.


Zertifikat Diversität und Gender

Als Student*in der TU Dortmund haben Sie seit dem Wintersemester 2025/26 die Möglichkeit, das UA Ruhr-weite Zertifikat Diversität und Gender zu erwerben. Dabei setzen Sie sich vertiefend mit Fragen von Vielfalt, sozialer Gerechtigkeit und Machtverhältnissen auseinandersetzen. Das interdisziplinäre und praxisnahe Angebot fördert eine diskriminierungssensible Haltung - für Ihr Studium, Ihren Beruf und die Gesellschaft.
Das Zertifikat wird von der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Duisburg-Essen und der TU Dortmund gemeinsam angeboten. Das Einführungsmodul wird erneut im Wintersemester 2026/2027 angeboten. Eine Übersicht der Veranstaltungen, die an den drei Standorten im Sommersemester 2026 für das Vertiefungsmodul (Modul 3) geöffnet sind, finden Sie hier.

Alle Veranstaltungen, die Sie in diesem Vorlesungsverzeichnis finden, können Sie sich als Student*in der TU Dortmund nachträglich im Modul 3 des Zertifikats Diversität und Gender anrechnen lassen!