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Girls*Day und Boys*Day: Schüler*innen lernen Studiengänge der TU Dortmund kennen und reflektieren Rollenbilder

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Gruppe von Menschen mit Rucksäcken und Taschen, die auf einem gepflasterten Weg zwischen Bäumen und Gebäuden gehen. © Julian Welz​/​TU Dortmund
Am 23. April beteiligte sich die TU Dortmund erneut am bundesweiten Aktionstag Girls*Day und Boys*Day. Knapp 230 Teilnehmende kamen zur TU Dortmund, um Studiengänge und Berufsfelder kennenzulernen – über den Tellerrand bekannter Genderstereotype hinaus. Beim Girls*Day und Boys*Day haben Schüler*innen die Möglichkeit, Einblicke in Studienfelder zu bekommen, in denen ihr Geschlecht bislang unterrepräsentiert ist.

Der Tag begann mit der Ankunft von fast 160 Teilnehmerinnen des Girls*Days im Rudolf-Chaudoire-Pavillon am Campus Süd. Nach der Anmeldung folgte eine Begrüßung und thematische Einordnung durch die Projektkoordinatorin Adina Korte aus dem Gleichstellungsbüro. Sie erklärte, dass uns Geschlechterstereotype schon von klein auf vermittelt werden und wie sich daraus falsche Annahmen herausbilden – etwa „Jungs sind besser in Mathe“ oder „Mädchen sind besser in sozialen Berufen“. Der Girls*Day und Boys*Day lädt dazu ein, diese Stereotype und Rollenklischees kritisch zu hinterfragen.

Nach der Einführung folgte ein kleines Interview mit zwei Ausbildungsbotschafter*innen der TU Dortmund: Lia Zoe vom Dorp erzählte von ihrem Alltag als angehende Chemielaborantin, während Leonard Kamper Einblicke in die Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme gab. Danach prüfte Seuk-Young Stangier von der Zentralen Studienberatung mit einem kurzen Quiz spielerisch das Wissen der Teilnehmenden über das studentische Leben und stellte die Studienmöglichkeiten an der TU Dortmund vor. 

Und dann ging der Girls*Day endlich in die praktische Phase über: In Kleingruppen machten sich die Teilnehmerinnen auf den Weg zu ihren Workshops an verschiedenen Orten auf dem Campus. 

Während der Girls*Day in die Workshop-Phase startete, erhielten die knapp 70 Teilnehmer des Boys*Days ebenfalls eine Einführung im Rudolf-Chaudoire-Pavillon bevor es auch für sie in die Workshops ging.

Teilnehmerinnen des Girls*Days erkunden MINT-Studienfelder

Für den Girls*Day standen dieses Jahr 13 praxisorientierte Workshops aus dem MINT-Bereich, also in Fakultäten mit naturwissenschaftlichem oder technischem Schwerpunkt, zur Auswahl.

Eine Gruppe setzte sich im HyLeC (Hybrid Learning Center) mit 3D-Druckern auseinander. In dem Workshop “She prints the future”, der von der Fakultät Informatik gemeinsam mit der Universitätsbibliothek organisiert wurde, planten und druckten die Schülerinnen individualisierte Schlüsselanhänger. Die Teilnehmerinnen des Workshops der Fakultät für Chemie und Chemische Biologie designten ebenfalls ein Souvenir: In der Elektro-Werkstatt des Chemiegebäudes konnten sie selbst kleine Platinen löten. Die dabei entstandenen "Lötmännchen" konnten sie als Andenken an den Girls*Day mit nach Hause nehmen. Praktisch wurde es auch in den verschiedenen Workshops der Fakultät Maschinenbau: In Kleingruppen konnten sich die Schülerinnen entweder als Ingenieur*innen ausprobieren und Brücken aus Spaghetti bauen, einen Einblick in die Welt der Programmierung und Mikrocontroller erhalten oder mit Hilfe von Umformtechnik ein eigenes geflügeltes Nashorn herstellen. 

Teilnehmer des Boys*Days entdecken neue Perspektiven

Währenddessen lernten die Teilnehmer des Boys*Days in fünf Workshops Studienfelder und Berufe aus den Kultur- und Gesellschaftswissenschaften kennen. 

Eine Gruppe erhielt beispielsweise Einblicke in den Arbeitsalltag von Rehabilitationspädagog*innen. In dem Workshop der  Fakultät Rehabilitationswissenschaften lernten sie durch spielerisches Ausprobieren verschiedene Hilfsmittel der Rehabilitation kennen, zum Beispiel Roboterarme, Augensteuerungen und Talker. Der Workshop der Fakultät Kulturwissenschaften widmete sich einem ganz alltäglichen Thema: der Popmusik. An diesem Beispiel erfuhren die Teilnehmenden, wie Kulturwissenschaftler*innen kulturelle Phänomene wissenschaftlich analysieren.

Ein gelungener Tag

Mittags ging es für die meisten Teilnehmenden des Girls* und Boys*Days in die Mensa, um sich zu stärken und einen weiteren Aspekt des Studierendenlebens kennen zu lernen. 

Nach der Workshop-Phase trafen sich die Schüler*innen erneut im Rudolf-Chaudoire-Pavillon, um den Tag gemeinsam abzuschließen. Der Girls* und Boys*Day brachte viele neue Erfahrungen und Erkenntnisse für die Schüler*innen mit sich. Ihnen wurde nicht nur ein Einblick in unterschiedliche Berufe, Ausbildungen und Studienmöglichkeiten gegeben, sie lernten auch den Campus sowie ein Stück Alltag an einer Universität mit knapp 40.000 Studierenden, Auszubildenden und Mitarbeitenden kennen.

Save the Date

Auch im nächsten Jahr wird es wieder die Chance geben, den Unialltag unter kritischer Beleuchtung von Geschlechterrollen kennenzulernen: Der nächste Girls*Day und Boys*Day findet am 22. April 2027 statt. Die TU Dortmund erwartet die Schüler*innen erneut mit einem vielfältigen Programm!

Wieso mit *?

Die TU Dortmund richtet sich mit ihrem Programm zum Girls* und Boys*Day auch an Schüler*innen, die sich als trans, nicht-binär oder inter identifizieren. Schüler*innen, die sich unsicher sind, welches Programm das passendere für sie ist, können sich im Vorfeld bei der Programmkoordination beraten lassen.