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TU Dortmund veröffentlicht neue Gleichstellungskonzepte

Im Zuge eines intensiven Dialogprozesses haben die Fakultäten und Einrichtungen der TU Dortmund im vergangenen Jahr neue Gleichstellungskonzepte für den Zeitraum 2022 bis 2026 erstellt. Der Senat setzte die letzten drei Konzepte in seiner Sitzung am 14. Juli 2022 in Kraft. Außerdem verabschiedete er das Rahmenkonzept: „Gleichstellung an der TU Dortmund“, welches einen hochschulweiten Einblick in Gleichstellungsdaten und Maßnahmen zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit gibt. Alle Konzepte sind nun auf der Seite des Gleichstellungsbüros veröffentlicht.

Als Personalentwicklungskonzepte mit besonderem Fokus auf die Gleichstellung der Geschlechter konzipiert, bieten die Gleichstellungskonzepte den Fakultäten und Einrichtungen die Möglichkeit, nachhaltig auf die Verbesserung der Geschlechterverhältnisse auf allen Karrierestufen hinzuarbeiten. Basierend auf einer Analyse der bestehenden Geschlechter(dis-)paritäten, werden Haupthandlungsfelder festgelegt, auf die sich die Gleichstellungsmaßnahmen in den kommenden fünf Jahren fokussieren. In einem zweiten Schritt formulieren die Fakultäten und Einrichtungen konkrete Ziele und entwickeln entsprechende Maßnahmen, um an den identifizierten Stellen positive Veränderungen herbei zu führen.

Mehr Professorinnen, mehr Promovendinnen, mehr MINT-Studentinnen

Für die TU Dortmund insgesamt analysiert das Rahmenkonzept: „Gleichstellung an der TU Dortmund“ die Geschlechterverhältnisse auf allen Karrierestufen und arbeitet Handlungsfelder heraus. Wichtigstes Ziel bleibt weiterhin die Gewinnung exzellenter Wissenschaftlerinnen auf W 2- und W 3-Professuren. Die Geschlechterdisparitäten werden auf der höchsten Karrierestufe im Wissenschaftsbereich am deutlichsten: Nur rund 25 % der Professuren sind an der TU Dortmund mit Frauen besetzt. Im Rahmen ihrer Gleichstellungskonzepte verabredeten die Fakultäten mit dem Rektorat die nach Hochschulgesetz NRW geforderten Professorinnenquoten für das Jahr 2026. Diese Zielquoten zu erreichen stellt die wohl größte Herausforderung für die kommenden Jahre dar.

Daneben wird das Thema Studierendengewinnung weiter in den Fokus rücken. Mit Blick auf die Geschlechterverteilung ist an der TU Dortmund in der Summe aller Studierenden und Absolvent*innen annähernd Geschlechterparität erreicht. Allerdings gibt es große Unterschiede im Fächervergleich. Während in Studiengängen der Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) weiterhin Frauen unterrepräsentiert sind, müssen die gesellschafts- und kulturwissenschaftlichen Fächer sich um mehr männliche Studierende bemühen.

Im Bereich Promotion hat die TU Dortmund allgemein Nachholbedarf und will die Zahlen der erfolgreichen Abschlüsse erhöhen. Hier stehen das Gewinnen leistungsstarker Absolventinnen für die wissenschaftliche Karriere und das Schaffen von attraktiven Rahmenbedingungen für das Abschließen einer Promotion auf der Agenda.

Links und Downloads:
Gesetzlicher Hintergrund

Nach § 5 des Landesgleichstellungsgesetz NRW ist jede Einheit der TU Dortmund mit mindestens 20 Beschäftigten (z. B. Fakultäten, Zentralverwaltung, Universitätsbibliothek, ITMC) dazu verpflichtet, einen Gleichstellungsplan zu erstellen. An der TU Dortmund heißen diese Gleichstellungpläne seit 2010 "Gleichstellungskonzepte"; sie sind für eine Dauer von fünf Jahren angelegt.