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#klargestellt: Das queerfeministische Glossar

(Neo-)Pronomen

Im Deutschen schlägt sich die ⇒ binäre Geschlechterordnung auch sprachlich in der Verwendung binärer Pronomen nieder. „Sie“/“ihr“ bzw. „er“/“sein“ sind die verbreiteten Pronomen, welche das Geschlecht derjenigen Person repräsentieren sollen, für die sie stehen. Dennoch dürfen alle Menschen selbst bestimmen, mit welchen Pronomen sie angesprochen werden möchten. Einige Menschen wechseln im Laufe ihres Lebens die Pronomen, mit denen sie angesprochen werden möchten, oder bevorzugen mehrere Pronomen, z. B. weil sie trans und/oder intergeschlechtlich und/oder ⇒ nicht-binär sind. Es ist wichtig, die gewünschten Pronomen eines Menschen zu verwenden. Im Zweifel ist es hilfreich, höflich nach den richtigen Pronomen zu fragen.


Neopronomen bezeichnen Wortneuschöpfungen, die binäre Pronomen wie „sie“ oder „er“ umgehen. Beispiele sind das schwedische Pronomen „hen“, welches geschlechtsneutral für alle Menschen steht, die englischen „they/them“ Pronomen, aber auch deutsche Varianten wie „sier“, „sie*er“, „si_er“, „xier“ etc. Alternativ kann das Pronomen auch weggelassen und durch den Namen oder den Anfangsbuchstaben des Namens ersetzt werden („Ich werde A fragen, ob A mitkommen möchte.“/“Mir gefallen As Schuhe.“). Die kreative Fülle an alternativen Pronomen ist mit diesen Beispielen allerdings nicht erschöpft (z. B. sieh.  AK ProNa, S. 33).

Quellen: