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Entgelt(un)gleichheit

Equal Pay Day Demonstration in Dortmund
© Brenker/TU Dortmund

Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamts verdienten Frauen in Deutschland im Jahr 2019 durchschnittlich 20 Prozent weniger als Männer.1 Dieser sogenannte Gender Pay Gap ist in Deutschland so groß, wie in kaum einem anderen europäischen Land.2

Als Ursachen für die Lohnlücke gelten verschiedene Faktoren, die auf strukturelle Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern am Arbeitsmarkt zurückzuführen sind:

  • Frauen sind seltener in Führungspositionen zu finden.
  • Frauen übernehmen einen höheren Anteil an unbezahlter Sorge- /Familienarbeit und unterbrechen ihre Erwerbsarbeit deshalb für längere Zeiträume bzw. arbeiten häufiger in Teilzeit.
  • Die Studien- und Berufswahl junger Menschen ist von stereotypen Rollenvorstellungen beeinflusst. Berufe, die eher von Frauen ausgeübt werden, werden gesellschaftlich unterbewertet und schlechter bezahlt.

Selbst wenn diese strukturellen Faktoren herausgerechnet werden, bleibt laut Statistischem Bundesamt ein Gender Pay Gap von sechs Prozent bestehen. In diesem „unerklärten Rest“ - manchmal auch als „bereinigter Gender Pay Gap“ bezeichnet - spiegelt sich die Diskriminierung wider, mit der Frauen auf dem deutschen Arbeitsmarkt nach wie vor zu kämpfen haben.

Gender Pay Gap an Hochschulen

Dass das Thema Entgelt(un)gleichheit auch für Hochschulen ein Thema ist, belegt der vom Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW 2019 herausgegebene Gender-Report. Er attestiert den nordrhein-westfälischen Hochschulen einen Gender Pay Gap sowohl in der W-Besoldung als auch bei Tarifbeschäftigten und verbeamteten Personen.

Der Equal Pay Day

Der Equal Pay Day ist der Tag im Jahr, der auf geschlechtsspezifische Lohnungleichheiten aufmerksam macht. Er symbolisiert das Datum, bis zu dem Frauen ab Jahresbeginn gar nicht bezahlt würden, wenn sie während des restlichen Jahres den gleichen durchschnittlichen Stundenlohn wie Männer erhielten.

Entstanden ist der Tag für gleiche Bezahlung in den USA. Die amerikanischen „Business and Professional Women (BPW)“ schufen 1988 mit der „Red Purse Campaign“ ein Sinnbild für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen. Diesen Gedanken griff BPW Germany auf und startete 2008 die „Initiative Rote Tasche“, die den Grundstein für die bundesweite Einführung des Equal Pay Day legte.

Dortmunder Equal Pay Day-Bündnis

Die Technische Universität Dortmund ist Teil des Equal Pay Day-Aktionsbündnis der Stadt Dortmund. Die über 40 Mitgliedsorganisationen planen gemeinsam verschiedene Veranstaltungen zum weltweiten Aktionstag und setzen damit ein Zeichen für die Entgeltgleichheit von Männern und Frauen. Zentral koordiniert wird der Equal Pay Day in Dortmund vom Gleichstellungsbüro der Stadt.

Links mit weiteren Informationen

Quellen

1 Statistisches Bundesamt: „Gender Pay Gap 2019: Frauen verdienten 20 % weniger als Männer“, 16.03.2020, zuletzt aufgerufen am 14.05.2020
2 European Commission: “Equal Pay? Time to close the gap!”, 31.10.2019, zuletzt aufgerufen am 14.05.2020

Videothek

Equal Pay Day - Was sagen Sie dazu?

Filmausschnitt: Equal Pay Day Logo

  Regie: Christian Dangelmeier | Eine Produktion des Dortmunder Equal Pay Day Bündnisses

Die Problemzonen der Frau - Ursachen für den Gender Pay Gap

Filmausschnitt: Schriftzug "Die Problemzonen der Frau"

  Eine Produktion des DGB-Projekts "Was verdient die Frau?" | Basierend auf einer Idee von Elisabeth Brenker und Mona Markmann

Butter bei die Fische - Renn um deine Rente! Die Karrierewege von Frauen und Männern

Filmausschnitt: Schriftzug "Butter bei die Fische"

  Regie: Susanne Wilhelmina | Basierend auf einer Idee von "Die Anstalt" (ZDF) | Eine Produktion des Dortmunder Equal Pay Day Bündnisses

Hätten Sie's gewusst? - Der Equal Pay Day und was dahinter steckt

Filmausschnitt: Schriftzug "Der Equal Pay Day und was dahinter steckt"

  Regie: Nikolas Mimkes | Idee: Susanne Wilhelmina | Eine Produktion des Dortmunder Equal Pay Day Bündnisses