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Butler, Butch, Beyoncé: Die feministische Diskursreihe

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Wir rücken den jungen, lebendigen und inspirierenden Feminismus der heutigen Zeit in den Fokus! Bereits der Titel der Reihe öffnet die ganze Bandbreite dessen, was heute alles unter dem Begriff Feminismus firmiert und in der Reihe verhandelt wird – die Themen reichen von Genderfragen im Nachklang von Judith Butler über identitätspolitische Fragen des Frauseins bis hin zu dem, was oft als Popfeminismus bezeichnet wird. Denn Feminismus ist nicht mehr nur politischer Kampfbegriff, sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen: Immer mehr junge Frauen rund um die Welt machen in Presse, Blogs, sozialen Medien oder bei Auftritten auf ihre Überzeugungen aufmerksam und verleihen dem altgedienten Begriff Feminismus neue Relevanz. Er ist nicht mehr nur Diskurs, Feminismus darf auch Spaß machen! Grund genug, ihm auf den Zahn zu fühlen.

Die alle zwei Monate stattfindende Diskursreihe „Butler, Butch, Beyoncé“ blickt hinter Mode und  popkulturelle Phänomene und holt die Protagonist*innen des politisch engagierten, jungen Feminismus digital zusammen – zu Lesungen, Diskussionen und künstlerischen Positionen: Um mit Beats und Argumenten die Grundfesten des Patriarchats zu erschüttern!

Die 2019 am Schauspiel Dortmund gestartete Kultur- und Diskussionsreihe zu aktuellen feministischen Fragen in Wissenschaft, Kunst und Kultur hat sich im Sommer 2020 selbstständig gemacht: Gemeinsam mit unseren Kooperationspartner*innen Laura N. Junghanns und Dirk Baumann sowie den Gleichstellungsbüros der FH Dortmund und der Stadt Dortmund sind wir mit Butler, Butch, Beyoncé im Netz zu Hause unter www.butlerbutchbeyonce.de.

Die nächste Veranstaltung

Butler, Butch, Beyoncé S2E4: Künstliche Intelligenz und Feminimus

27. April 2021, 20 Uhr | online

Ada Lovelace, eine Frau, gilt als Urheberin des ersten Algorithmus. Seitdem ist viel passiert. Künstliche Intelligenz bestimmt längst unser aller Leben: Ob Algorithmen beim Online-Shopping, in sozialen Netzwerken oder persönliche Assistenzsysteme – das ist nicht nur praktisch, sondern scheint auch Neutralität zu versprechen. Doch automatisierte Entscheidungssysteme bergen das Potential, genderspezifische Denkmuster und Diskriminierungspraktiken nicht nur zu reproduzieren, sondern zu verstärken. Welches Verhältnis besteht zwischen Geschlecht, maschinellem Lernen und Technologie? Warum sind Alexa, Siri und Co. weiblich codiert, sind das nur harmlose Stereotypisierungen oder steckt mehr dahinter? Und vor allem: Mit welchen Strategien können wir dem begegnen?

Zu Gast bei BBB sind diesmal Assist. Prof.‘in Dr. Bianca Prietl, Assistenzprofessorin für Gesellschaftliche Auswirkungen von Digitalisierung an der JKU Linz und Vorstandmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung (ÖGGF) sowie die Performancekünstlerin Olivia Hyunsim Kim, die sich in Ihrer Arbeit Say may name, say my name u. a. mit Verkörperungen technologischer Assistenzsysteme in Asien und Europa sowie der Frage befasst, welche Parallelen dies zu Care-Arbeit hat. Gemeinsam mit Laura N. Junghanns diskutieren sie über Strategien des Cyber- und Technofeminismus und die Frage, wie wir dem patriarchalen Griff der Algorithmen entkommen können.

Über Die Gäste

  • Dr. Bianca Prietl ist Assistenzprofessorin für Gesellschaftliche Auswirkungen von Digitalisierung am Institut für Soziologie der Johannes Kepler Universität Linz und Vorstandmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung (ÖGGF). Sie verfasste zahlreiche Veröffentlichungen und hielt Vorträge im Bereich Gender und Digitalisierung. 2019 wurde sie für ihr Habilitationsprojekt zum Zusammenspiel von Wissensproduktion, Digitalisierung und Gesellschaft mit dem Dr. Hans Messer Stiftungspreis ausgezeichnet.
  • Olivia Hyunsin Kim ist Absolventin in Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Gießen und der HfMDK Frankfurt. Als ddanddarakim arbeitet sie mit verschiedenen Künstler*innen kollaborativ zusammen. Ihre MeMe-Serie she came, she saw, she said:meme (Teil 1), MeMe – I see. Ah! (Teil 2) und Miss Yellow and Me – I wanna be a musical (Teil 3) tourte international und beschäftigte sich mit dem Exotismus im Bezug auf nichtweiße, „andere” Körper. Sie erhielt u. a. Stipendien vom DAAD, dem Berliner Senat, dem Rebecca Skelton Fund, von Erasmus und der Seoul National University. Weitere Informationen: www.ddanddarakim.net

Zugang: Die Veranstaltung ist kostenfrei und wird live gestreamt auf www.butlerbutchbeyonce.de, die Zuschauer*innen können via Chat Fragen stellen.

Kuratorische Leitung: Laura N. Junghanns, Dirk Baumann
Moderation: Laura N. Junghanns
Technische Leitung: Charles Deichmann
Wissenschaftliche Beratung: Lynn Berg, Bettina Long

Butler, Butch, Beyoncé ist ein Kooperationsprojekt des Gleichstellungsbüros der TU Dortmund gemeinsam mit den Gleichstellungsbüros der FH Dortmund und der Stadt Dortmund.

was bisher geschah...

S2E3: Feminism Through the Ages

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08.03.2021 – Mit der Soziologin und Pionierin der Frauenforschung Prof. Dr. Sigird Metz-Göckel, der Journalistin Laura Lucas (u.A. Lila-Podcast, Übermedien) und der Künstlerin Nuray Demir diskutierte Laura N. Junghanns am Internationalen Frauentag über den Dialog zwischen Generationen und darüber, wie intersektional Feminismus eigentlich sein will, kann oder muss. Daneben gab Regina Selter, stellv. Direktorin des Museum Ostwall, Einblicke in die aktuelle Ausstellung der Pionierin feministischer Kunst: Valie Export, Preisträgerin des MO-Kunstpreises 2020.

 

S2E2: Ageism

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12.01.2021 – Laura N. Junghanns diskutierte am 12. Januar 2021 online mit der Journalistin Tanja Mokosch (u.a. taz, Fluter) und Ilia Papatheodorou vom Performance-Kollektiv SheShePop über Frauen in Hoch- und Populärkultur, hags, cougars, Jugendwahn, Falten und die Menopause.

 

S2E1: Antifeminismus

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01.12.2020 – Eine Woche nach den US-Präsidentschaftswahlen luden wir Wissenschaftlerin Juliane Lang und das Performance-Kollektiv THE AGENCY zur Diskussion über ein offenbar immer größer werdendes Phänomen ein: Antifeminismus. Welche Haltungen, welche Ideologien, welche Narrative sammeln sich unter dem Begriff? Welche Akteur*innen gibt es, was treibt sie an, welche Zusammenhänge gibt es zu anderen Bewegungen wie (neo-)konservativen Strömungen und (Rechts-)Populismus? Gemeinsam diskutierten die Gäste mit Laura N. Junghanns über antifeministische Phänomene und zeigen konkrete feministische und aktivistische Gegen-Strategien auf.

 

S1E5: Drag

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03.11.2020 – Gemeinsam mit Magdalena Rodekirchen, Gender-Wissenschaftler*in an der University of Manchester, und den Drag-Künstler*innen Simon Rudat (feat Ja Lo) und Frederik Tidén betrachteten wir das Phänomen Drag auf künstlerische und diskursive Weise – und untersuchten es auf seine gesellschaftspolitische Schlagkraft und seine Verbindungslinien zum Feminismus.

 

S1E4: Feminismus und Hip Hop

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05.03.2020 – Dr. Sina Nitzsche, Gründerin des europäischen Hip-Hop-Studies-Netzwerks, sprach über feministische Perspektiven und Frauen im Hip-Hop. Im Anschluss gabdie Klitclique Einblicke in die feministische Hip-Hop-Praxis: „Wiens Antwort auf traurige Boys“, das Künstlerinnenduo $chwanger und G-Udit (u.a D€R F€MINI$T), nimmt in seinen Songs patriarchale und pseudofeministische Strukturen ins Visier.

 

S1E3: Decolonial Feminism

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23.01.2020 – Die Soziologin und Autorin (Mädchenmannschaft, Missy Magazine u.A.) Nadia Shehadeh sprach mit Moderatorin Laura N. Junghanns, "Feminismus-Azubi" Dirk Baumann und dem Publikum über die Möglichkeiten eines dekolonialisierten Feminismus. Sie gab Einblicke in ihre feministische Erweckungsgeschichte und erläuterte, wie die feministische Perspektive intersektional erweitert werden kann und was Feminismus mit Antirassismus zu tun hat.

 

S1E2: Feminist Activism

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21.11.2019 – Activist und Artivist Penelope Kemekenidou sprach über ihren feministischen Aktivismus und weltweite Kämpfe gegen das Patriachat.

Kemekenidou ist Mitbegründerin von Gender Equality Media, einer Organisation, die sich mit Kampagnen wie #StopBildSexism oder #unfollowpatriarchy gegen sexistische Berichterstattung in Deutschland einsetzt. Außerdem ist sie Mitorganisatorin des Münchner Frauen*streiks 2020 und engagiert sich für #panyrosas.

 

S1E1: Feminism Basics

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19.09.2019 – Sonja Eismann, Mitbegründerin des „Missy Magazine“ und Autorin und Mitherausgeberin u.a. von „Freie Stücke. Geschichten über Selbstbestimmung“ sprach über Tendenzen und zentrale Forderungen des Feminismus.

Im Anschluss rappten die Romnja-Schwestern von „Mindj Panther“ aus Wien. Ihr Name ist Programm: Die beiden im Ninja-Anzug auftretenden Schwestern Sandra Selimovic und Simonida Selimovic performen als ‚Pussy Panther‘ „feministischen Romani Hip-Hop“ (weiterdenken.de) und erklären damit nicht nur dem Patriarchat, sondern auch Antiziganismus und Rassismus den Krieg.