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Gleichstellungsarbeit an Hochschulen: Was ist eigentlich die LaKof NRW?

In der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten der Hochschulen und Universitätsklinika des Landes Nordrhein-Westfalen (LaKof NRW) haben sich Gleichstellungsbeauftragte von Hochschulen, Universitätsklinika sowie Kunsthochschulen des Landes NRW zusammengeschlossen. Ihr gemeinsames Ziel ist die Gleichstellung von Frauen* und Männern in Forschung, Lehre und Studium sowie die Erweiterung und Verbesserung der gesetzlich verankerten Chancengerechtigkeit für Frauen* und Männern an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen.

Mitglieder der Lakof NRW sind die im Hochschulgesetz NRW benannten Hochschulen und Universitätsklinika. Sie werden durch die Gleichstellungsbeauftragten vertreten. Jedes Mitglied hat das Recht, an Veranstaltungen, Wahlen und Abstimmungen im Rahmen der Gesetze sowie der satzungsrechtlichen Bestimmungen der LaKof NRW teilzunehmen. Ein Sprecherinnengremium aus bis zu vier Mitgliedern vertritt die LaKof NRW im Sinne der Beschlüsse der Mitgliederversammlung nach innen und außen.

Um das Ziel der Gleichstellung der Geschlechter zu verwirklichen, kooperiert die LaKof NRW mit unterschiedlichen politischen Institutionen, Gremien und Organen des Landes und berät diese in gleichstellungspolitischen Fragen. Mit Stellungnahmen und Konzepten greift die LaKof NRW in die allgemeine hochschul- und landespolitische Diskussion ein.

LaKof-Koordinierungsstelle: Dreh- und Angelpunkt der gemeinsamen Gleichstellungsarbeit von NRW-Hochschulen

180709_Lakof Stellungname HG_BildNeben den Sprecherinnen nimmt hierbei die Koordinierungsstelle der LaKof NRW mit Sitz an der RWTH Aachen eine zentrale Funktion ein. Zu ihren Aufgaben gehört der Aufbau und die Pflege von Kontakten zu Wissenschaftsorganisationen, Politik, Verbänden, Netzwerken und Medien sowie die Systematisierung von Best-Practice-Modellen zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter an den Hochschulen im Land NRW. Die Koordinierungsstelle gewährleistet auch den Informationsfluss zwischen den Sprecherinnen und den Mitgliedern der LaKof NRW. Wichtiges Element ist hierfür die Mitgliederversammlung, die ca. zweimal jährlich tagt. Sie folgt in der Regel einem standardisierten Aufbau, in dem nach einer Begrüßung durch die ausrichtende Hochschule über ein aktuelles hochschulpolitisches Gleichstellungsthema informiert und diskutiert wird. Dieser Teil ist öffentlich. LaKof NRW-interne Belange werden in einer anschließenden nicht-öffentlichen Sitzung verhandelt.

April 2018: LaKof NRW zu Gast an der TU Dortmund

2018 fand die Frühjahrstagung im Erich-Brost-Haus der TU Dortmund statt. Dort skizzierte Prof.‘in Dr. Insa Melle, Prorektorin Studium, in ihrem Grußwort ausgewählte Entwicklungsdaten der TU Dortmund. Sie betonte den Aufwärtstrend bei den Studierendenzahlen: Innerhalb von 10 Jahren vollzog sich eine Steigerung von 22.000 auf 34.600 Personen, darunter 45,2 % Studentinnen. Auf Ebene der Professuren erreicht die TU Dortmund eine Frauenquote von 25,2 %, was im Vergleich zu anderen Universitäten in NRW leicht überdurchschnittlich ist. Das Professorinnenprogramm III, das zentrale Thema der Mitgliederversammlung, würdigte Prof.‘in Dr. Melle als überaus wichtig, um bei der Gewinnung von Professorinnen weitere Fortschritte zu machen.

Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte der TU Dortmund, Martina Stackelbeck, nahm das 50jährige Bestehen der Hochschule zum Anlass, um in ihrer Begrüßungsrede einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Einige frauenpolitische Highlights in der Historie der Universität Dortmund sind:

  • Die erste Professorin der Universität Dortmund war Erika Spiegel, die 1968 auf einen Lehrstuhl für Soziologische Grundlagen der Raumplanung berufen wurde.
  • Im Jahr 1977 wurde das erste Frauenarchiv der BRD an der Universität Dortmund gegründet; es ist seit 2004 in die Universitätsbibliothek integriert.
  • Die erste Gleichstellungsbeauftragte an der Universität Dortmund nahm vor 30 Jahren ihre Arbeit auf.
  • Mit Prof.‘in Dr. Dr. h.c. Ursula Gather ist seit 2008 die erste Rektorin im Amt.

Als besonders wirkmächtig in der Gleichstellungsarbeit an Hochschulen wertete die zentrale Gleichstellungsbeauftragte die forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG sowie die Mittel für geschlechtergerechte Hochschulen des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur NRW.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stand das Professorinnenprogramm III auf der Agenda. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier und auf den Webseiten des BMBF.